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Unterschiede zwischen normalem und Bio-Mineralwasser

Rechtlicher Rahmen

Die Mindestqualität von Mineralwasser ist durch die europäische Mineralwasserrichtlinie festgelegt. Darauf fußt die deutsche Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO). Anders als der Bio-Mineralwasser-Standard zielt die MTVO aber nicht darauf ab, das bestmögliche Lebensmittel zu garantieren, sondern nur die originale Quellqualität zu erhalten und schädliche Auswirkungen für den Konsumenten zu vermeiden.

Was viele nicht wissen: Die MTVO stammt aus dem Jahr 1984. Die inzwischen gegebene Umweltverschmutzung ist darin ebenso wenig berücksichtigt wie bei der Trinkwassergesetzgebung.

Die MTVO gilt natürlich als gesetzliche Basis auch für Bio-Mineralwasser, doch die Bio-Mineralwasser-Richtlinien gehen weit über die MTVO hinaus und berücksichtigen weitere Themen wie etwa die Nachhaltigkeit.

Viele Unterschiede

Der vielfältige Mehr-Wert von Bio-Mineralwasser gegenüber konventionellem Mineralwasser ergibt sich aus den Facetten der Bio-Philosophie:

  • Ökologisches Engagement: Bio-Mineralwasser-Abfüller engagieren sich für ökologischen Landbau, für Umweltschutz, Klimagasreduktion und die Förderung des Wasserschutzes. Diese Verpflichtungen haben konventionelle Mineralbrunnen nicht.
  • Soziales Engagement: Bio-Mineralwasser sichert Arbeitsplätze auch für sozial Schwache und garantiert ein faires Miteinander aller an der Herstellung Beteiligten. Solche Vorschriften macht die MTVO nicht.
  • Grenzwerte: Zahlreiche mikrobiologische und chemische Kriterien heben den Standard für Bio-Mineralwasser, da sie strenger sind als die MTVO oder die Trinkwasserverordnung oder darin überhaupt nicht enthalten sind.
  • Hintergrund: Die gesetzlichen Vorschriften orientieren sich oft an den Vorgaben für Leitungswasser oder sind nicht konkretisiert.
  • Verpackungsqualität: Bio-Mineralwasser muss in umweltfreundlichen Flaschen abgefüllt sein. Die MTVO macht dazu keine Aussagen, weswegen inzwischen die meisten Mineralwässer in ökologisch nachteiligen Einweg-PET-Flaschen verkauft werden.
  • Wasser-Behandlung: Bio-Mineralwasser ist so gut, dass es möglichst unbeeinflusst in die Flasche kommt. Konventionelle Wässer dürfen z.B. bestrahlt und ozoniert werden.
  • Sicherheit: Zur Sicherheit der Konsumenten muss Bio-Mineralwasser nach einem strengen Plan regelmäßig analysiert werden. Dazu kennt das Gesetz keine Einzelvorgaben.
  • Gesundheit: Bio-Mineralwasser muss nachweislich gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. Für konventionelle Mineralwässer ist das nicht vorgeschrieben.

Gemeinsamkeiten

Selbstverständlich ist auch ein Bio-Mineralwasser gemäß der gesetzlichen Definition:

  • ein bakteriologisch einwandfreies Wasser von ursprünglicher Reinheit
  • aus einem unterirdischen Quellvorkommen stammend
  • vor Verunreinigungen geschützt
  • von konstanter Zusammensetzung und Temperatur
  • nach einem Prüfverfahren amtlich anerkannt
  • weiteren Vorschriften zu Grenzwerten verschiedener Einzelstoffe, zu Abfüllvorgaben, Behandlungsmethoden und Deklarationsbestimmungen unterworfen.

Aber in den 45 Kriterien für Bio-Mineralwasser steckt noch weit mehr…