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Was bedeutet „bio“?

„Bio“ bedeutet „Leben“

„Bio“ ist zudem mehr als „natürlich“: Eine Marmelade aus 100 % Früchten ist zwar ein natürliches Produkt, aber deswegen noch lange keine Bio-Marmelade. Beim Mineralwasser ist es genauso: Ein natürliches Mineralwasser entstammt der Natur inkl. aller enthaltener Rückstände. „Bio“ ist es damit noch lange nicht.

„Bio“ bezeichnet bei Lebensmitteln oder z. B. auch bei Bekleidung ein ganzheitliches Konzept, das folgende drei Komponenten umfasst:

  • Umweltschutz: schonende, nachhaltige Gewinnung des Rohstoffs sowie schonende Verarbeitung und Vertrieb 
  • Hohe Produktqualität: naturbelassen, möglichst schadstofffrei, sicher
  • Einhaltung sozialer Standards: z.B. Ausbildungsquote, Mindestlöhne

Die Bio-Mineralwasser-Richtlinie definiert diese Aspekte detailliert in 45 Kriterien mit Hunderten von Einzelprüfungen, die ein Mineralwasser bzw. Brunnenbetrieb erfüllen muss – zum Wohle der Verbraucher und der Umwelt.

Die 10 Gebote für Bio-Produkte

Bioprodukte sollen nicht nur hervorragende Lebensmittel sein. Auch ein ethischer Anspruch ist damit verbunden. 

Die folgenden 10 Gebote sind die Grundlage für glaubwürdige Bioprodukte, glaubwürdige Biohersteller und damit auch das Fundament für Bio-Mineralwasser: 

  1. Bio ist Schonung der Erde:
    Die Ressourcen der Erde müssen nachhaltig genutzt werden, ohne diese auszubeuten. Dies gilt für den gesamten Herstellungsprozess eines Produktes, für die benötigten Bestandteile, die eingesetzte Energie und die Betriebsstoffe bei Herstellung und Vertrieb.
  2. Bio ist Umweltschutz:
    Bio-Produkte sollen durch die Art ihrer Herstellung und durch ihren Vertrieb geringere Belastungen der Natur und des Menschen zur Folge haben.
  3. Bio ist die Besserung des Landes und der Menschen:
    Nur, wenn die Bodenfruchtbarkeit in der Landwirtschaft erhalten und „gesund“ bleibt, können auch die daraus gewonnenen Produkte und ihre Konsumenten dauerhaft gesund sein. Auch regionale Wasserressourcen müssen geschützt werden, weswegen der gewässerschonende Bioanbau zu fördern ist.
  4. Bio ist bessere Gesundheitsqualität:
    Biolebensmittel müssen der Gesundheit ihrer Konsumenten dienen. Sie müssen bekömmlich und wohltuend sein und dürfen den Menschen nicht schädigen.
  5. Bio vermeidet schädigende Einflüsse:
    Vom Produkt selbst dürfen keine schädigenden Einflüsse ausgehen, aber vor allem sind die auf das Produkt einwirkenden, eventuell schädigenden Einflüsse zu minimieren.
  6. Bio ist globale Fairness:
    Biolebensmittel müssen fair sein. Insbesondere die Ausbeutung der Dritten Welt zugunsten billiger Lebensmittel für die Erste Welt darf bei Biolebensmitteln nicht geschehen. Für den Wasser-Bereich bedeutet dieses Gebot, sich einzusetzen für einen weltweit gerechten Zugang zu sauberem Wasser.
  7. Bio ist Fairness in der Heimat:
    Biolebensmittel sollen auch eine gerechte Teilhabe an den Lebenschancen in unserem Land ermöglichen. Dazu gehört ein fairer Umgang zwischen allen an Herstellung und Vertrieb Beteiligten.
  8. Bio ist „Denken aus dem Ursprung“:
    Bio-Lebensmittel müssen in Respekt vor regionalen Kreisläufen hergestellt werden. Es gilt deshalb, diese regionalen Kreisläufe, wie sie z.B. bei gesundem Wasser eine große Tradition haben, wieder zu entdecken.
  9. Bio ist „Kultur“:
    Unter diesem Begriff sind Bodenkultur, Landeskultur aber auch Lebenskultur zu verstehen. Biohersteller sollen diese kulturellen Aspekte ihrer Produkte kommunizieren. Nachhaltigkeit hat stets auch eine kulturelle Komponente, Mineralwasser eine jahrhundertealte kulturelle Tradition.
  10. Bioprodukte sind natürliche Heilmittel:
    Bio-Lebensmittel sollen immer auch natürliche Heilmittel sein. Über die Abwesenheit von schädigendem Potenzial hinaus sollen sie positive Wirkungen auf den Menschen entfalten. Gerade Mineralwässer können vielfältige solcher Wirkungen bieten.